Fippies Reisen

Montag, 20.08.2012

In der Woche vor dem 20.08.12 begann dann die Diskussion bei Lufthansa wegen einem Streik. Das hätte mir ja gerade noch gefehlt. Ich fliege ja so schon nicht gerne und wenn ich mich dann schon auf so einen langen Flug in meinen Traumurlaub begebe, dann möchte ich doch wenigstens, dass alles planmäßig funktioniert. Und das Schicksal meinte es gut mit uns und wir konnten planmäßig am 20.08. um 6.10Uhr in Dresden starten.


4.30 Uhr am Dresdner Flughafen

7.00 Uhr sind wir in Frankfurt gelandet. Wir blieben dann erst einmal eine Weile auf der Landebahn stehen und der Pilot informierte uns, dass wir den Frankfurter Flughafen mit unserer Ankunft wohl etwas überrascht haben. Uns sollte das nicht stören, da wir erst 10.20 Uhr nach New York abfliegen sollten.

Naja aus 10.20 Uhr wurde dann letztendlich 10.40 Uhr, aber der Pilot meinte dann kurz nach dem Start, dass wir wahrscheinlich auch nur 7,5h fliegen würden. So nun saß ich also in einem A380 und war von der Größe echt überwältigt. Ich hatte ja so meine Zweifel, wie so ein großes Flugzeug überhaupt nur abheben kann, aber es funktionierte einwandfrei. Wir hatten einen sehr ruhigen Flug und ich konnte mich entspannt auf dem In-Seat-Entertainment widmen. Zwischendrin gab es irgendwie ständig etwas zu Essen und zu Trinken. Ich möchte an der Stelle nur mal erwähnen, dass ich das Essen wirklich lecker fand und es auch sehr viel war.

Bei der Landung verfiel ich dann sofort wieder in eine angespannte Körperhaltung, weil wir ja unbedingt die Schräglage des Flugzeuges kennenlernen mussten, indem wir noch eine extra Runde um den Flughafen flogen. Wir konnten dann beim Landen schon auf Manhattan blicken und es kam mir total unwirklich vor, dass ich gerade so lange geflogen bin, mich gleich in Amerika befinde und auch noch in der Stadt, in die ich schon immer mal wollte. 12.50 Uhr Ortszeit konnten wir dann das Flugzeug verlassen und stellten uns in der Schlange für die Immigration mit ein. Dort fiel mir sofort auf, dass alle Schwangeren und Reisende mit Kindern vorgeholt wurden. Diese kinderfreundliche Art begeisterte mich sofort. Und um die Leute, die einen Anschlussflug erreichen mussten, wurde sich auch sofort gekümmert. Das würde ich mir in Deutschland auch manchmal wünschen. Wir haben den Flughafen dann nach 1h 15 min verlassen. Bei der Immigration hatte man keine Fragen und der Zoll interessierte sich auch nicht für uns. Wir hatten unsere Koffer ja nur halbvoll gepackt, so dass der Koffer von meiner Mutti leider etwas eingedellt war. Später im Hotel ließ sich das aber ganz schnell beheben.

Der Weg zum Hotel, war ja dann auch so eine Sache für sich. Ich hatte es mir ja so einfach vorgestellt… Airtrain-LIRR-Fußweg zum Hotel. Nun ja, wir sind also raus auf dem Terminal und direkt in den Airtrain. Natürlich ohne zu groß zu schauen, weil der gerade einfuhr als wir ankamen. Wir starteten Terminal 1 und ich bin dreimal aufgestanden und habe an den Streckenplan geschaut wie wir zur Jamaica Station kommen. Und ich war mir wirklich nicht sicher, ob wir richtig waren. Am Terminal 4 wollte ein Mann aussteigen und fragt auf Englisch „Wo wollt ihr hin?“ Wir haben uns da natürlich nicht angesprochen gefühlt, obwohl kaum jemand im Airtrain war und er uns sichtbar musterte. Als er seine Frage dann das dritte mal wiederholt hatte, antwortete ich ihm. Er hielt die Tür auf und winkte uns raus. Dann zeigte er uns, dass wir in den Airtrain auf der anderen Seite einsteigen müssen. Gut, dass ich gleich dreimal an den Plan im Airtrain geschaut hatte und damit total planlos wirkte. Da bekommt man eben sofort Hilfe. 🙂

An der Jamaica Station sind wir ausgestiegen und nun war die nächste Schwierigkeit eine 10er Karte für den Airtrain zu kaufen und 2 Tickets für den LIRR, allerdings ohne den Preis vom Airtrain nochmals zu bezahlen. Klingt an sich gar nicht so schwer, ist es aber dann doch irgendwie, wenn man vor dem Automaten steht und 10er Karte so direkt nicht da steht. Aber da die Amerikaner super durchorganisiert sind, gibt es dort ja einen Mitarbeiter der sich um ratlose Menschen am Automaten kümmert. Wir haben ihm erklärt was wir wollen und nach mehrmaligen wiederholen und umschreiben, hat er uns verstanden und dann konnten wir direkt weiter zum LIRR. Dieser kam glücklicherweise dann auch nach nur 3 Minuten Wartezeit.

Der Kontrolleur stand ja schon bereit wo wir eingestiegen sind, lochte gleich das Ticket und nahm es mit. Er ging 3 Meter weg, kam wieder zurück, gab uns das Ticket wieder und lachte. Wäre bestimmt ein netter Scherz gewesen, wenn man ihn sofort verstanden hätte. Ich stand total auf dem Schlauch und habe mir über das Ticket echt keine Gedanken mehr gemacht. Zumal ich schwer beschäftigt war mit „aus dem Fenster schauen“.^^

Atlantic Terminal sind wir dann ausgestiegen und begannen unseren ca. 20 minütigen Fußweg zum Hotel. Ich bin ihn vorher per Streetview abgelaufen und das orientieren ging damit auch relativ gut und schnell als wir das Terminal verlassen hatten. Im übrigen war es das schönste Wetter und wir waren viel zu warm angezogen. Mehrere Taxen hupten und winkten uns heran, aber wir liefen tapfer weiter. 50 Meter vor dem Hotel war eine Tankstelle und wir kauften erst einmal 2Liter Flasche Sprite (2,30$), Kurze Trinkpause und dann ging es mit schnellen Schritten zum Hotel.
Das Check-In dauerte eine Weile, weil ich um ein Nichtraucherzimmer gebeten hatte und möglichst weit oben. Es war aber gerade nur ein Raucherzimmer frei. Als ich dann 8. Stock hörte, war ich mehr als zufrieden und nun hoffte ich nur noch auf einen Ausblick auf Manhattan. Mein erster Weg im Zimmer war also direkt zum Fenster und ich wurde nicht enttäuscht 😀


Blick auf das Bankgebäude von Brooklyn

Wir haben uns dann schnell etwas sommerlicher angezogen und danach ging es mit der U-Bahn direkt zum Times Square. Es ist total überwältigend, wenn man das erste Mal dort steht.

Viel Zeit hatten wir nicht, weil wir meine Tante noch vom Flughafen abholen wollten. Sie sollte 18.50 Uhr landen und es war bereits 18.00 Uhr. Wir beschlossen dann kurzer Hand, dass sie sicherlich eh nicht vor 20.00 Uhr aus dem Terminal rauskommt und liefen noch ein bisschen herum. 😳 Wir besichtigten den M&M Store und ein Souvenirgeschäft und staunten nicht schlecht, wie viele Produkte es dort gibt.
Danach machten wir uns mit der U-Bahn auf den Weg zum Flughafen. Wir stiegen in den A-Train und wollten zur Howard Beach Station. Auf der Fahrt schaute ich mehrmals auf den U-Bahn Plan, ob wir wirklich richtig sind. Neben mir saß eine junge Frau und sie fragte dann, wo wir hin wollen. (Bestimmt, weil wir wieder so hilflos wirkten 😀 ) Sie erklärte mir, dass wir in dem falschen A-Train sind, weil es zwei verschiedene gibt und nur einer zur Howard Beach Station führt. Wieder etwas gelernt. Wir stiegen dann mit ihr gemeinsam aus und sie wartete bis auf die nächste U-Bahn die dort hinfuhr und wir einstiegen. 🙂

Am Flughafen angekommen wartete meine Tante bereits auf uns und die Freude war groß, dass wir nun endlich alle zusammen in New York sind. Zurück zum Hotel ging es dann erneut mit dem Airtrain und der U-Bahn. Wir wollten an der Haltestelle Lafayette raus und kurz bevor wir da waren, ahnte ich, dass die U-Bahn da wohl jetzt nicht mehr halten würde. Und so kam es dann eben auch. Wir stiegen dann die Haltestelle danach aus und irrten ein wenig in Brooklyn rum. Dann winkten wir uns kurzer Hand doch ein Taxi heran, um nicht noch länger zu suchen. Die Taxifahrerin fuhr dann auch erst einmal am Hotel vorbei. Ich sagte es ihr und sie drückte dann glücklicherweise sofort die Stoptaste vom Taxameter. Um 21.30 Uhr waren wir dann im Hotelzimmer und fielen nur noch todmüde ins Bett und freuten uns auf unseren ersten richtigen Tag in New York.

Tag 2 – Dienstag, 21.08.2012