Fippies Reisen

Donnerstag, 30.08.2012

Unser letzter Tag in der Stadt die niemals schläft. 😀 Meine Mutti und ich sind extra früh aufgestanden, haben schnell gefrühstückt und schon ging es um 8.00Uhr los zur U-Bahn Station. Wir wollten noch einmal zum Times Square und unsere letzten Dollar Bargeld ausgeben. Schließlich würden wir ja so schnell nicht mehr nach Amerika kommen. 😉

Der Times Square am Morgen ist auch ein Erlebnis für sich. Es waren kaum Menschen da, viele Geschäfte noch geschlossen und es war so unglaublich ruhig. Wir genossen es total, auch wenn es so gar nicht „typisch Times Square“ war. Glücklicher Weise hatten ein paar Souvenirgeschäfte offen und wir konnten unser Geld noch loswerden. 😀 Ich kaufte noch einen Bilderrahmen und meine Mutti einen Teddy, verkleidet als Feuerwehrmann. Das Ganze kostete uns 38$ und war genau das Geld, was wir noch übrig hatten. Anschließend liefen wir zur Grand Central Station zurück und besuchten noch einmal Financier Patisserie. Ich wollte nämlich unbedingt Macarons mit nach Deutschland nehmen, um Freunden zu zeigen, wie unglaublich lecker die sind. Ich habe mich im Urlaub ja ausgiebig durchgetestet und die besten sind die Schokoladenmacarons. 😀 Uns blieb leider nicht viel Zeit und nach dem kleinen Einkauf bei Financier fuhren wir zurück zum Hotel. 🙁

Wir kamen um 10.00 Uhr wieder an und meine Tante war bereits eifrig am Koffer packen. Wir gingen noch schnell duschen und dann hieß es leider auch für uns Koffer packen. Es war ziemlich chaotisch in unserem Zimmer, weil überall Tüten und Klamotten lagen, die alle irgendwie nach Deutschland mussten. Unsere Kofferwage zeigte für meine Mutti und meine Tante ein akzeptables Gewicht an. Bei mir leider nicht. Also ging das große Umpacken los. Meine Mutti nahm dann noch ein paar Sachen von mir mit und ich trennte mich schweren Herzens von ein paar alten Klamotten, die ihre besten Tage schon lange hinter sich hatten. Aber Lieblingsstücke liebt man ja auch so noch. 😳

Um 12.00 Uhr verließen wir das Hotel und machten dann schnell noch ein paar Bilder vor dem Hotel.

Für uns hieß es nun den Fußweg bis zur Lafayette Avenue zu bestreiten. Bei der Anreise waren die Koffer ja nur halbvoll und jetzt waren sie eindeutig viel zu voll gepackt. Der Weg war wirklich beschwerlich, aber wir hielten tapfer durch und schafften es bis zur U-Bahn Station. 🙂

13.50 Uhr waren wir am Flughafen. Wir begaben uns direkt zum Check- In und unsere Koffer wurden aber nicht auf das Band gegeben. Wir mussten sie an einer Sammelstelle abgeben. Ich weiß nicht, ob wir schon zu spät dran waren und die Koffer deswegen dorthin mussten? Wir haben es auf jeden Fall gemacht und konnten dann noch sehen wie die Koffer weggefahren wurden.

Nun hieß es auch Abschied von meiner Tante nehmen, denn sie musste ja nach München fliegen und wir nach Dresden. 🙁 Ihr Flug ging drei Stunden später. Wir hatten auch gar nicht viel Zeit dafür, weil wir etwas unsicher waren, wie lange wir bei der Sicherheitskontrolle brauchen würden. Wir scherzten noch einmal rum, dass meine Tante sicher eher daheim ist als wir, wegen dem Lufthansastreik und redeten darüber wir toll dieser Urlaub war. Und dann ging es auch schon los.

15.50 Uhr sollte unser Flugzeug losfliegen. Ich saß wieder total aufgeregt im Flugzeug, weil ich ja so ungern fliege. 😕 Wir standen ewig auf dem Rollfeld und sind erst 16.30 Uhr abgeflogen. Das ist für jemanden mit dezenter Flugangst schon ein wenig unerträglich solange zu warten. 😡 Der Flieger hob ab und wir warfen einen letzten Blick auf die Skyline von New York City. Mir war ein wenig zum Weinen zu mute, weil diese Stadt und dieser Urlaub einfach irgendwie perfekt und unglaublich waren. 😥

Rückflug:
Ich muss das einfach noch loswerden. 😀 Wir saßen im Flugzeug und neben mir saß eine Stewardess von einer amerikanischen Airline. Sie war mit einem Pilot zusammen und unglaublich hübsch. (Also alle Klischees erfüllt. :D) Das beruhigte mich ungemein. Denn ich dachte, solange die ganz entspannt ist, ist alles in Ordnung, auch wenn das Flugzeug sehr wackelige Bewegungen machte. 😆

Meine Entspannung hielt leider nicht lange. Zwei Reihen hinter uns war der Bereich von der Boardküche und der Platz mit der „Krankenliege“. Einem Mann ist schwindelig geworden und dieser wurde dann von sämtlichen Personal betreut. Wir waren mitten über dem Ozean und ich sah uns schon irgendwie zurückfliegen oder Zwischenlanden. 🙄 Und weil alle Stewardessen mit dem guten Mann beschäftigt waren, kam der Pilot aus seiner Kabine. Dieser schaute nach dem Mann und dann war ich völlig fassungslos. Das Flugzeug durchflog einige Luftlöcher, die bei mir jedes Mal für sehr tiefes Einatmen und angespannte Körperhaltung sorgten. Und der Pilot nimmt sich die Kaffeekanne und fängt tatsächlich an im Flugzeug Kaffee an alle Passagiere zu verteilen. Das ist nichts für meine Nerven gewesen. 😯

Die Situation beruhigte sich nach einer Weile wieder und dem Mann ging es dann auch besser. Wir näherten uns endlich Frankfurt und die Stewardessen gingen noch einmal mit Getränken herum. Sie gaben dann oft den Rat lieber noch etwas zu trinken, denn es wüsste ja keiner wann es das nächste zu Trinken gibt. 🙄 Wir sprachen sie direkt an und sie sagte, dass die Lufthansa tatsächlich streikt. Ich fand es ehrlich gesagt ziemlich mies, dass im Flugzeug und auch am Flughafen in Frankfurt keine offizielle Durchsage gemacht wurde. 👿 Neben uns im Flugzeug saß ein Mädchen aus Budapest und ich hatte ihr auf Englisch noch versucht das Problem zu erklären und sie hätte sonst gar nichts davon gewusst. Sie stand dann etwas hilflos mit ihren Freunden am Flughafen, wie viele andere Leute die gar nicht wussten was los ist.

Wir sind direkt zum Schalter gelaufen und wurden auf einen Flug um 9.00 umgebucht. Ich fragte noch, ob der wirklich starten würde und er versicherte es mir, da die Lufthansa nur bis 8.00 Uhr streiken wollte. Wir schauten dann in aller Ruhe noch einmal alle Bilder vom Urlaub auf dem Laptop an und begaben uns 7.30 Uhr auf den Weg zum Gate. Ich wusste die Gatenummer nicht mehr aus dem Kopf und hatte die Tickets nicht griffbereit, also schaute ich schnell auf die Anzeigetafel. Und was sehe ich da? 😕 Unser neuer Flug wurde natürlich auch gestrichen. Und es kam nicht eine einzige Durchsage am Flughafen. Ich war ziemlich wütend und das Urlaubsgefühl war total dahin.
Am Ende haben wir ein Zugticket bekommen und durften ohne Gepäck nach Dresden fahren. Das wurde uns nämlich nicht ausgehändigt. Von den 5h Zugfahren haben wir so gut wie nix mitbekommen, denn wir haben tief und fest im Zug geschlafen.
Meine Tante war am Ende doch eher zu Hause als wir und unser Gepäck bekamen wir einen Tag später zum Glück auch. 😀

Tja, das war nun also unser erster Urlaub in New York, mit allen Details die ich mir notiert habe und die mir noch eingefallen sind. 😀 Es war einfach traumhaft und ich habe mich eigentlich gleich vom ersten Tag an in diese Stadt verliebt. Und obwohl wir eigentlich der Meinung waren, dass wir so schnell nicht noch einmal dorthin kommen und meine Mutti vorher nicht verstehen konnte, warum alle mehrmals dort Urlaub machen, kann ich hiermit mal verkünden, dass wir es auch tun.

Ende März fliegen wir noch einmal nach New York City, denn wenn man einmal dort war, kann man einfach nicht anders. Man muss einfach noch einmal hin. 😀