Fippies Reisen

Dienstag, 21.08.2012

Um 6.30 Uhr wurde ich wach und mein Blick fiel direkt auf die Südspitze von Manhattan. Es ist einfach traumhaft und genauso hatte ich mir das vorgestellt. Aufwachen, herrlichster Sonnenschein und Manhattan vom Bett aus sehen. Eventuell hätten wir alle noch etwas länger schlafen können, aber ich beschloss, dass es jetzt reichte. Also bin ich raus aus dem Bett, habe die Gardinen weit aufgezogen um die komplette Aussicht genießen zu können und ich begrüßte meine verschlafenen Mitreisenden mit einem freundlichem: „Guten Morgen, wir sind in New York und haben heute viel vor!“ Also ging eine nach der anderen ins Bad und 8.00 Uhr sind wir zum Frühstück gegangen. (Bei drei Frauen dauert es eben eine Weile bis jede fertig ist 😉 ) Das Frühstück war soweit ok. Nicht überwältigend, aber auch nicht schlecht. Es gab Kornflakes (die ich so bunt gefärbt noch nie in Deutschland gesehen hatte), Bagels, Muffins und diverse andere Süßgebäcke, Toast, Omlett, Würstchen, Bananen, Pancakes, irgendwelche Hackfleisch ähnlichen Röllchen, Donuts, Marmelade, Frischkäse, drei verschiedene Säfte, Joghurt, Milch, Eier und natürlich Kaffee. Aber alles auf Plasteteller, Plastebesteck und Pappbecher. Also man konnte schon etwas leckeres zum Essen finden, aber gegen Ende des Urlaubs dachte man dann immer mal wieder an ein schönes frisches Brötchen mit Wurst und/oder Käse aus Deutschland.

Gegen 9.00 Uhr verließen wir dann das Hotel und liefen zur U-Bahn Station „Union Street“ die in unmittelbarer Nähe vom Hotel war. Da diese auch so ein Punkt auf dem U-Bahn Plan hat, wie die Lafayette Station, schlussfolgerten wir mal, das es abends sicher schlauer wäre immer zum Atlantic Terminal zu fahren. So jetzt stelle ich euch erstmal meine Lieblingstante vor.


Das bin ich mit meiner Tante „Netti“

Unser Plan war es mit der U-Bahn zur Brooklyn Bridge zu fahren und diese dann zu Fuß zu überqueren. Fragt mich nicht warum, aber irgendwie harmonierten wir die ersten zwei Tage nicht so mit der U-Bahn und dem Plan. Wir sind woanders ausgestiegen, weil wir irgendwie in der falschen Linie waren und irrten wieder einmal ein bisschen durch Brooklyn. Wer öfters mal falsch abbiegt, lernt eben auch mehr von der Welt kennen. 😉 Danach hatten wir dann den Dreh mit der U-Bahn raus. Wir fragten dann eine Frau nach dem Weg und wir haben ganz sicher Brooklyn Bridge gesagt und nicht Manhattan Bridge. Naja sie beschrieb uns eben den Weg zur Manhattan Bridge, die wir dann natürlich auch erfolgreich fanden. Da die ganze Sache nun schon eine gute halbe Stunde in Anspruch genommen hatte, wollte ich dann einfach über die Manhattan Bridge laufen. Super Idee – leider aber irgendwie nicht möglich. Aber zumindest konnten wir uns nun ganz gut orientieren, da wir immer hin am Wasser waren. Und endlich erreichten wir die Brooklyn Bridge.

Ich kann leider nicht mehr sagen wie lange wir zum überqueren gebraucht haben, aber es war wirklich schön und wir haben viele Bilder gemacht, von denen ich euch ein Paar zeigen möchte. 😀


Das ist eins meiner Lieblingsbilder 🙂

Anschließend liefen wir vorbei am Woolworth Building zur City Hall und fotografierten hier und da noch ein bisschen.

Von dort ging es mit der U-Bahn zur Grand Central Station. An dieser Stelle möchte ich nur mal erwähnen, dass ich froh war immer eine dünne Jacke mitgenommen zu haben. In der U-Bahn ist es echt eisig kalt. Zumal man bis zum eigentlichen Einsteigen dort unten in dem tollen Tunnelsystem steht, es sau warm ist und total schechte Luft. Dann freut man sich zwar auf die kühle U-Bahn mit etwas besserer Luft, aber man friert echt schnell. Aber das mal nur so als Randbemerkung für diejenigen, die vielleicht zum ersten Mal dort sind. 🙂 Also Grand Central Terminal war ich stehen geblieben. Man kennt es aus so vielen Filmen und es sieht immer total hektisch und überfüllt aus. Als wir später noch einmal dort waren, empfand ich das auch eher so. Aber an diesem Tag war es einfach nur toll und eigentlich auch relativ entspannt. Wir hatten ja auch Urlaub und ließen uns vielleicht auch deswegen von nix aus der Ruhe bringen.

Wir verließen die Grand Central Station und suchten erst einmal den Abfahrtspunkt vom Bus für den morgigen Ausflug. Danach schlenderten wir Richtung 5th Avenue und meine Tante lud uns auf ein Eis ein. Wir bestellten jeder eine Portion und beim Preis von 5$ pro Portion tat es uns dann allen doch schon wieder etwas leid. Aber wir haben Urlaub und man gönnt sich ja sonst nichts 😉 Und es war wirklich köstlich.

Als nächstes liefen wir ein bisschen die 5th Avenue entlang und wie es der Zufall so will, kamen wir direkt zu „Build-a-bear“. Tja und da das auf meiner Karte stand, gingen wir natürlich sofort rein. Ich war total begeistert, die anderen beiden jedoch eher weniger. Also habe ich nur schnell meinen geplanten Einkauf, das Kostüm der Freiheitsstatue, erledigt. Dies ist für meinen Hasen von Build-a-Bear bestimmt, der sich mit dem Kostüm nun perfekt auf meinem Bett in Deutschland neben dem New York Kissen einfügt.

Weiter ging es dann rüber zur 6th Avenue. Nächstes Ziel: Top of the Rock. Wir liefen an der Radio City Music Hall vorbei und besuchten diverse Geschäfte.
Dann machten wir noch eine kurze Pause und beobachteten das Geschehen. Es war gerade Mittagszeit und es ist unglaublich spannend wie die Geschäftsleute alle aus ihren Büros kommen und überall auf der Straße Mittagessen kaufen.

…Fortsetzung.

Angekommen beim Top of the Rock durften wir uns glücklicher Weise in die kurze Schlange anstellen für Leute mit irgendeinem Pass. Wir hatten einen Coupon für den New York City Pass. Wir erhielten ihn und waren damit relativ schnell beim Fahrstuhl. Wir stiegen aus und bekamen ein Unterhaltungsprogramm in Form von 3 verschiedenen Filmen geboten. Außerdem wurde noch ein Foto geschossen, dass wir später kaufen konnten. Es war ein wirklich hübsches Bild, sah aber zu sehr bearbeitet aus und wir haben es am Ende nicht gekauft. Aber trotzdem ganz nett, dass einem die Wartezeit so verkürzt wird. 🙂 Dann ging es weiter mit dem Fahrstuhl und endlich waren wir oben angekommen. Es war einfach unglaublich. Uns wurde dort noch einmal richtig bewusst, dass wir tatsächlich in New York sind und wie gigantisch diese Stadt ist.


So ein Foto hatte ich hier schon mal im Forum gesehen und musste es unbedingt auch machen 😳

Ich mach ja gerne „Springfotos“, weil diese für etwas Abwechslung in den gängigen Sehenswürdigkeitenfotos schaffen. Und weil ich das toll finde, müssen eben auch alle mitmachen 😆

Wir hatten auf jeden Fall viel Spaß dabei und setzten uns dann erstmal auf eine Bank um die Aussicht zu geniessen. Neben uns stellte sich ein kleiner Junge. Ich sagte noch so zu meiner Mutti: „Was will denn der Junge hier? Warum sieht der uns denn so komisch an?“ und auf einmal sprach der Kleine „Do you speak German?“ Ja auf die Idee, dass der uns verstehen könnte, bin ich natürlich nicht gekommen. ^^ Wir unterhielten uns dann eine Weile mit dem Jungen aus Deutschland und seine Schwester kam dazu. Später sahen wir dann auch noch die Eltern und die größeren Geschwister der Kinder. Ich erzählte den beiden Kindern dann von Build-a-Bear und wie unglaublich toll ich das finde. Da ich bei meinem Kauf einen Gutschein von 10% für den nächsten Einkauf hatte, schenkte ich ihnen den Gutschein.

Wir verließen dann Top of the Rock und wollten in Richtung 5th Avenue. Die Richtung haben wir glaube irgendwie verfehlt, dafür sind wir aber am Nintendo Store vorbei gekommen. Den würde ich sicher nicht nochmal wieder finden und deswegen sind wir gleich mal rein gegangen. Ich kaufte eine Tasse für meinen Freund und schleppte nun schon zwei Beutel durch die Gegend. Aber immer hin hatte ich schon das erste Mitbringsel. 🙂

Weiter ging es nun Richtung Times Square. Auf dem Weg kamen wir an einem MC Donalds vorbei und der Magen knurrte schon eine Weile. Wir bestellten ein Menü und gingen in die 2. Etage des Mc Donalds. Als wir gemütlich aßen, fiel mir ein Schild ins Auge, auf dem tatsächlich stand, dass man nur 20 Minuten zum Essen in dem Mc Donalds verbringen darf. So viel zum Thema „Essen soll man genießen“.Es gab immer hin zwei Etagen voller Sitzplätze, aber in Amerika ist eben doch alles etwas anders. 😯

Wir begaben uns dann auch relativ zeitnah wieder raus und liefen zum Times Square. Ich wollte meiner Tante unbedingt M&M’s World zeigen und gleichzeitig noch einmal alles genauer betrachten.

Wir entschieden uns nichts zu kaufen und später noch einmal wieder zu kommen, weil wir uns einfach nicht entscheiden konnten. Eindeutig viel zu viel Auswahl an interessanten Sachen. 🙂 Als nächstes wollte ich unbedingt in den Disney Store. Für Kinder ist es sicherlich ein Paradies und irgendwie auch für mich, aber gekauft habe ich nix. 😳

Um 19.00 Uhr wollten wir die 2-stündige Circle Line Tour machen und damit den Sonnenuntergang für schöne Fotos nutzen. Wir liefen vom Times Square aus zur Circle Line und waren schneller da als erwartet. Gegen 17.30 Uhr wollten wir ankommen, um Tickets und gute Plätze zu bekommen und da waren wir schon 16.45 Uhr. Nach kurzer Überlegung und studieren des New York City Passes entschieden wir uns noch einmal zu fragen, ob irgendetwas eher fährt. Das Einzigste was eher fahren sollte, war das „Beast“- Boot um 17.00 Uhr. Das sollte zwar nur 30 Minuten gehen, aber derYork City Pass galt auch dafür. Außerdem würden wir so eher im Hotel sein und der nächste Tag sollte ja recht früh für uns beginnen.

Wir nahmen also das Ticket und stellten uns an eine lange Schlange an. Das Boot kam zurück und ein Pärchen, dass gerade mit dem Boot gefahren ist, sagte noch zu uns, dass wir wirklich nass werden würden, wie es die Frau bereits beim Ticketverkauf sagte. Also schnell alle Kameras verstaut und die wasserdichte Videokamera ausgepackt. Ich muss ja zugeben, dass ich da noch nicht wirklich daran geglaubt habe, aber ich sollte eines Besseren belehrt werden.

Die Fotos sind jetzt also mit der Videokamera geknipst und dem entsprechend qualitativ nicht so gut. Außerdem fährt das Speedboot mit bis zu 70km/h und ich hatte Mühe überhaupt halbwegs vernünftige Bilder aufzunehmen.

Am Ende muss ich sagen, dass es total genial war und die Videos, im Gegensatz zu den Bildern, echt klasse geworden sind. Es war mein persönliches Tageshighlight und wir hatten richtig viel Spaß dabei. Natürlich waren wir am Ende auch wirklich nass.

Zum Glück war es warm und so liefen wir zurück zum Times Square, nahmen die U-Bahn und fuhren zurück nach Brooklyn bis zum Atlantic Terminal. Auf dem Spaziergang zum Hotel kaufte sich meine Tante noch etwas zu Essen und wir noch einige Getränke. Völlig erschöpft und mit langen Armen vom Tüten tragen, erreichten wir das Hotel. Im Hotel wurde zu unserem Reisezeitpunkt ein neuer Teppich im Flur verlegt und an dem Tag war unsere Etage dran. Wir kamen also vor dem Zimmer an und es roch extrem nach neuem Teppich und Gummi. Schnell rein ins Zimmer, dachten wir uns, aber unsere Karte funktionierte nicht. Meine Mutti erbarmte sich noch einmal runter zu gehen und sie wurde neu bespielt. Leider funktionierte die Karte immer noch nicht und ich sollte nun als Übersetzer mit runterkommen. Jeder Schritt war eigentlich einer zu viel aber uns blieb ja nichts anderes übrig. Danach klappte alles. Wir waren damit 19.30 Uhr im Zimmer und damit 10,5h unterwegs. Wir gönnten unseren Füßen erstmal ein kaltes Fussbad und danach noch das „Müde-Füße-Massage-Roll-On“ (Kann ich übrigens nur empfehlen 😉 ) Wir waren alle noch duschen und schauten ein wenig Fernsehen. Ich habe vor dem Schlafen noch alle Bilder auf den Laptop gezogen, ein bisschen gechattet und E-mails nach Deutschland verschickt. Außerdem habe ich noch eine U-Bahn Verbindung für den nächsten Tag recherchiert, da wir bereits 6.30 Uhr am Treffpunkt für unseren Tagesausflug nach Washington D.C. sein mussten.

Tag 3 – Mittwoch, 22.08.2012