Fippies Reisen

Vorgeschichte

Nach unserem letzten Urlaub im August 2014 stand eigentlich fest, dass es jetzt erst einmal vorbei mit Urlauben in die USA ist. Umso schwerer fiel uns ja auch der Abschied. Aber es sollte einfach nicht sein, denn die Rahmenbedingungen ließen keine Planung zu. Immer wieder schaute ich jedes Bild von New York sehnsüchtig an, schwelgte in Erinnerungen unserer letzten Reise und seufzte vor mich hin, weil wir nicht buchen konnten. 🙁

Der Hauptgrund dafür war schlicht und ergreifend, dass ich meine Ausbildung beenden würde und damit ja keinen Urlaub ohne festen Arbeitgeber planen konnte. Und mit Bedingungen, die ich am liebsten ändern würde, aber sie einfach nicht ändern kann, tue ich mich ja sehr schwer. Ich habe dann versucht die Osterferien noch als Sprungbrett für eine letzte Reise zu nutzen, aber trotz häufiger Recherche wollten die Flugpreise sich nicht unserem Budget anpassen. 😉

Im Oktober war ich dann mal wieder in den Ferien in einer Einrichtung arbeiten, wo ich bereits mehrfach war. Eine Kollegin riet mir zu, mich ruhig jetzt schon zu bewerben. Da ich dort jedoch auch mein Prüfungspraktikum absolvieren wollte, hatte ich Angst vor einer Absage und stand mir eine Weile mit Selbstzweifeln im Weg. Im November ergab sich dann ein Telefonat mit dem Arbeitgeber, welches mich ermutigte meine Bewerbung innerhalb von einem Montagabend komplett fertig zu machen. Den nächsten Morgen bin ich super nervös zum Bewerbung abgeben ins Büro spaziert und gab ganz verschüchtert meine Bewerbung ab. Ich durfte dann gleich da bleiben und nach 20 Minuten hatte ich meinen zukünftigen Arbeitsplatz und meine Urlaubsplanung sicher. 😀

Ich war super glücklich, dass ich meinen Wunscharbeitsplatz bekommen hatte und meinen Wunscharbeitsbeginn, damit ich noch Urlaub machen kann. Ich ging hinaus zum Auto, wo meine Mama schon auf mich wartete und sagte, dass wir jetzt wohl doch nochmal in die USA fliegen werden. 😀 Das war ein echt toller Tag, an den ich immer noch gern zurück denke.

Ich stürzte mich dann natürlich sofort in die Flugrecherche. Die Schwierigkeit bestand darin jetzt überhaupt erstmal ein Reisevorhaben zu finden. Wir haben versucht das anhand der Flugpreise zu machen, aber die Gabelflüge wurden einfach nicht günstig. Außerdem stellte sich heraus, dass es gleich mal 100€ billiger ist, wenn man am letzten Schultag fliegt anstatt des ersten „Ferientags“.

Gut, dann sollte es eben der 10.Juli werden als der letzte Schultag. An dem Tag hatte ich jedoch Zeugnisausgabe und ich wollte unbedingt daran teilnehmen, weil es eben der Abschluss der Ausbildung ist und mir das sehr wichtig war. Also kamen nur noch Flüge am Nachmittag in Frage. Schwierig ab Dresden einen Nachmittagsflug zu bekommen, der keine Umsteigezeiten von 9h hat, um in die USA zu kommen. Also probierte ich es dann halt mal über Click & Mix und bekam endlich mal ein halbwegs akzeptables Angebot.

15.00 Uhr ab Dresden mit Air Berlin nach Düsseldorf und von dort aus nach New York und als Hotel das „St Giles Hotel New York The Court“ für 2 Nächte. Damit hatten wir 2 Nächte New York sicher und den Hin-Rückflug auch. Die Umsteigezeit in Düsseldorf war mit nur 50min zwar relativ knapp bemessen, aber beim Verpassen eines Anschlussfluges muss sich ja die Airline kümmern. Von daher sahen wir das ganz entspannt.

Für unsere restliche Zeit überlegten wir nun sehr lange hin und her. Einerseits gab es die Möglichkeit eine Kreuzfahrt ab New York zu machen, andererseits war Florida eben auch noch eine Reise wert. Wir schoben die Entscheidung sehr lange auf und diskutierten sehr oft darüber. Irgendwie fehlte uns aber auch die Zeit sich mal intensiv damit auseinander zusetzen, weil ich durch Facharbeit schreiben und Prüfungen und Dublin Planung schon voll ausgelastet war. Naja, wenn die Zeit knapper wird, werde ich eben produktiv und entscheidungsfreudig. Wir entschieden uns im Februar für einen Abstecher nach Florida inklusive Disneyworld. Außerdem kauften wir die Air Berlin Service Card. Mit den Sitzplatzreservierungskosten und einem eventuellen zusätzlichen Gepäckstück, hätten wir das Geld locker wieder rein.

Dann buchten wir bei Jet Blue einen Inlandsflug von New York nach Orlando und zurück. Den Flug hätten wir sicher auch billiger haben können, aber bei Jet Blue war bereits das Gepäck inbegriffen und die Flugzeiten waren unseren Wünschen entsprechend.

Für eine Woche Orlando konnte ich der Vorstellung eines erneuten Aufenthalts in einem Disneyhotel nicht widerstehen. Die Entscheidung war schnell getroffen und dieses Jahr gaben wir dem Disneyhotel „Art of Animation“ den Zuschlag.

Für die Zeit nach Florida blieben uns ja noch 3 Tage in New York. Kostenfrei stornierbar reservierte ich das „Wyndham New Yorker Hotel“. Ich suchte immer mal wieder ein günstigeres Hotel, konnte mich aber nicht mit anderen Hotels anfreunden. Entweder störte mich die Lage oder die Fotos sahen nicht so toll aus und schon war mir der Preis wieder egal. Im Juni beschlossen wir dann mal risikofreudig zu sein und versuchten uns an Hotwire.

Unser Versuch verschaffte uns ein günstigeres Hotel und hatte vor allem den Vorteil, dass ich weder konkret die Lage noch die Fotos kritisieren konnte. Es ist schon bisschen spannend „buchen“ zu klicken ohne das Hotel zu kennen und ich hoffte nur, dass es halbwegs ordentlich aussehen würde. Wir bekamen das Martha Washington Hotel und die Fotos entsprachen doch tatsächlich meinen Ansprüchen. 😀 Nun stornierten wir das Wyndham New Yorker wieder.

Für Disney besorgten wir uns ein 5 Tagesticket mit Wasserpark Option und reservierten wieder fleißig Fastpässe für alle Parks. Zumindest für Disney gab es deswegen eine grobe Tagesplanung. Für New York waren wir im Großen und Ganzen ziemlich planlos, aber beim vierten Mal ist das auch mal ganz schön. 🙂

Die Monate vergingen irgendwie super schnell und neben meinen ganzen Schulkram kam dann noch hinzu, dass ich eine Wohnung mit meinem Freund gefunden hatte. Nun musste also auch der Umzug parallel vorbereitet werden und wir waren ständig in Möbelgeschäften. Es war eine stressige Zeit und ich freute mich nur noch darauf einfach mal abzuschalten. Meiner Mutti ging es ähnlich und am Tag vor unserer Abreise wurde unser Stresslevel noch einmal nach oben gepuscht.

Meine Mama rief durch Zufall meine Emails ab und las eine Meldung von Expedia, dass wir uns dringend melden sollen. Sie rief an und es stellte sich heraus, dass wir unseren Flug um 15.00 Uhr nur antreten könnten, wenn wir das Verpassen des Anschlussfluges als eigenes Risiko tragen würden. Nun bei 50 Minuten Umsteigezeit ist das nun schon etwas hoch und es war für uns keine Option. Es gab einen Alternativflug Freitag früh um 6.00 Uhr oder dann erst wieder Montag.

Meine Mama rief mich auf Arbeit an und nun fing das Chaos an. Uns blieb ja im Prinzip nur die Option 6.00 Uhr abzufliegen, da wir Sonntag ja schon nach Florida fliegen wollten. Also wurden wir umgebucht und bekamen damit auch einen zeitigeren Anschlussflug um 9.05 Uhr ab Düsseldorf nach New York. Für mich bedeutete das nun keine Zeugnisausgabe und keine Zeit mehr zum Packen. Ich musste bis 16.00 Uhr Arbeiten, lief dann schnell nach Hause und vermisste meine Arbeitsschlüssel. Panik machte sich breit und ich durchsuchte die ganze Wohnung. Nach einer halben Stunde rief ich auf Arbeit an und der Schlüssel steckte zum Glück noch an meinem Schließfach. Puuhh, durchatmen!

Und dann weiter im Plan, packen. Planlos lief ich hin und her, suchte zwischen durch Adressen für den Urlaub raus und kam einfach nicht voran. Nebenbei machte ich mir noch was zu essen, weil ich abends noch zum Abschiedscocktailtrinken mit meinen Mädels verabredet war und das auf nüchternen Magen nicht so clever ist. Außerdem hatte ich für alle ein Erinnerungsfotoalbum vorbereitet, aber eben noch nicht fertig gestellt. Nun musste ich also neben bei noch schnell die letzten Fotos einkleben.

Ich war also in der Küche, kochte und klebte Fotos ein. Und nun klingelte es auch noch an der Tür. Ich ging ran und die Post meldete sich. Gedankenlos drückte ich den Türöffner und schaute anschließend zum Fenster heraus. Dort war nirgendwo ein Postauto zu sehen. Erneute Panik und Angst, wer das jetzt ist! Ich öffnete dennoch mutig die Tür und als ich die Personen sah, die dort standen, entglitt mir völlig das Gesicht. Es waren meine Tante Netti und meine Großtante Margot. Sie waren wegen einem Geburtstag spontan nach Dresden gekommen und hatten sich diesen Überraschungsbesuch überlegt. Die Überraschung war geglückt, wobei ich mich noch mehr gefreut hätte, wenn sie mitgeflogen wären. 🙂 Es gab auch tolle Geschenke für meine zukünftige Wohnung und nun plauderten wir schnell, während ich Fotos klebte und Abendessen aß.

Mir lief leider immer noch die Zeit weg und schon musste ich los zum Cocktail trinken. Ich bin natürlich als letzte am Treffpunkt angekommen und musste erst einmal von meinem Chaostag berichten. Wir verbrachten dann einen tollen Abend und ließen die Ausbildungsjahre noch einmal Revue passieren. Meine Fotoalben für die Mädels kamen super an und irgendwie war es echt traurig, dass dies vorerst unser letzter gemeinsamer Moment sein würde. Wir lachten viel, gingen noch gemeinsam in einen Fotoautomaten und dann ging es nach Hause. 🙂

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So und bevor es jetzt richtig los geht, hier mal unsere Kostenübersicht:

Kosten

Tag 1 – Freitag, 10.07.2015