Fippies Reisen

Freitag, 10.07.2015

Ich hatte mir den Wecker auf um 3.00 Uhr gestellt und schlief somit nur 4h. Ich war so fertig, dass ich tief und fest schlief. Dieses Mal war also einfach keine Möglichkeit für unruhigen Schlaf und nervöse Gedanken wie sonst üblich da. 🙂

Um 3.00 Uhr sprang ich aus dem Bett und packte nun endlich richtig meine Sachen zusammen. Meine Mama und ich wollten einen Koffer in den anderen tun und dann mit nur einem Koffer (also 2 in 1) für uns beide fliegen. Super Sache, hat auch alles reingepasst. 😀

1 Minute vor der geplanten Abfahrt zückten wir die Kofferwaage und die Realität zerstörte unseren Plan. Der Koffer war zu schwer. Erneute Panik…!!! Mein Vati war bereits im Auto und wartete und wir waren ja mit 5.00 Uhr am Flughafen sein schon später dran als sonst. Wir versuchten erst einmal Dinge auszupacken, auf die man gegebenfalls verzichten könnte. War irgendwie nicht das Wahre, weil man sich ja schlecht von Reisesachen trennt und wir ja schon extra wenig eingepackt. Also erneut überlegt und nun kam uns die Idee mit zwei Koffern zu fliegen und das Gepäck aufzuteilen. Haben wir schnell ausprobiert, aber nun hatten wir zwei halbleere Koffer, die dabei auch mehr Schaden nehmen würden als alles andere. Dann überlegten wir, dass vermutlich der eine Koffer in dem anderen das Gewicht auch gut nach oben treibt und dieser abkömmlich ist. Also hieß es nun alle Klamotten in den größeren Koffer werfen und schnell den Koffer schließen. Alle Sachen waren völlig durcheinander, aber die Kofferwaage gab uns grünes Licht. 🙂

Schnell rannten wir die Treppen runter, sprangen ins Auto und begaben uns auf unsere 3 Minuten Fahrt zum Flughafen. Wir gaben unser Gepäck ab und versuchten noch beim Air Berlin Schalter unsere ehemalige Sitzplatzreservierung herauszuschlagen. Leider vergebens, da der Flieger von Düsseldorf nach New York bereits sehr gut gefüllt war. Der Mitarbeiter konnte uns gerade so noch 2 Plätze gemeinsam im vorderen Teil des Flugzeuges anbieten. Die nahmen wir natürlich und gingen dann zur Sicherheitskontrolle.

Bei mir piepte es endlich mal wieder und ich durfte mich noch einmal extra abtasten lassen. In Dresden wurde ich nun also erst einmal für sicher befunden. Mir fiel bei unseren Tickets auf, dass auf meinem Ticket 4 SSSS aufgedruckt waren und bei meiner Mama nicht. Ich erinnerte mich,dass wir mal 4 SSSS bei unserem Flug mit Singapore Airlines hatten und ich mir eingebildet hatte, dass dies das Zeichen zur Sonderkontrolle war. Da in Dresden keine mehr stattfand, verwarf ich diesen Gedanken wieder und wir warteten auf die Boarding Time.

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Boarding begang pünktlich um 6.05 Uhr. Wir zeigten noch einmal unsere Tickets und dann ging es leider nicht direkt in das Flugzeug, sondern in den Bus. Dieser fuhr uns auf die Landebahn zu einem wirklich kleinen Propellerflugzeug. Ich zweifelte kurz an meinem Entschluss da einzusteigen, aber nun half es ja auch nicht mehr. 🙁 Unsere Handgepäckskoffer sollten wir alle draußen abgeben, da diese nicht in die Gepäckabalagen passen würden. Wir gaben unseren Koffer ab und konnten ihn später beim Verlassen des Flugzeuges wieder entgegen nehmen.

Wir saßen in der vorletzten Reihe und machten es uns nun ja so angenehm wie möglich, denn von bequem konnte man wirklich nicht sprechen. Ich nahm schnell noch meine Beruhigungstablette und setzte meine neu erworbenen Ohrstöpsel ein. Diese sollten mir helfen den Druckausgleich besser zu bewältigen und meine leidigen Ohrenschmerzen verhindern. Ich war anfangs skeptisch, doch bereits beim Start merkte ich, dass ich weniger Druck auf den Ohren spürte. Es war viel angenehmer als sonst und Schmerzen hatte ich letztendlich auf gar keinem Flug mehr. Also für mich eine der besten Erfindungen überhaupt. 😀

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Hier habe ich fotografiert wo wir wohnen. 🙂 Ich glaube damit wird auch deutlich, wie nah wir am Flughafen leben. 😉 Als wir so abhoben, war ich traurig. Ich wäre super gern heute zur Zeugnisausgabe gegangen. Heute war der Tag an dem ich nun ganz offiziell fertig mit meiner Ausbildung war und ich wollte diesen Moment so gern mit meinen Mädels verbringen und feiern. In Gedanken war ich an diesem Tag oft in der Schule. 🙁 Und als wir beim Start auch noch das Schulgebäude sahen, musste ich schon ein bisschen kämpfen um nicht los zu weinen. Ich machte ein Foto von unserer Schule, denn so schnell würde ich sie nicht mehr betreten. 🙁

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Hinter uns saß im kleines Mädchen im Flugzeug, dass alleine nach Düsseldorf flog. Die Flugbegleiterin plauderte ein bisschen mit ihr und wir kennen nun auch ihre ganze Lebensgeschichte. 😀 Ihr Papa lebt in Dresden und die Mama in Düsseldorf. Sie fliegt regelmäßig in den Ferien hin und her und hat in Dresden viele tolle Dinge mit dem Papa erlebt. Die Aufzählung erspare ich euch dann jetzt mal. 😉

Pünktlich um 7.30 Uhr landeten wir dann in Düsseldorf. Mit dem Bus ging es ins Terminal und dann bahnten wir uns gleich unseren Weg zum Gate. Wir mussten noch durch die Passkontrolle aber das ging recht schnell. Am Gate angekommen stöberten wir noch ein bisschen in einem Buchladen. Ich wollte eigentlich nur eine Zeitschrift, entdeckte dann aber etwas viel Besseres. 🙂 Das Flow Ferienbuch viel mir wegen dem Design sofort ins Auge und die Aufschrift „Lesen, ausschneiden, kleben“ klang ganz nach meinem Geschmack. Ich blätterte es kurz durch und dann war die Sache entschieden. Mit 14,99€ war es zwar nicht im ursprünglichen Zeitschriftenbudget, aber dieses Buch musste ich einfach haben! 😀

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9.00 Uhr begann dann das Boarding und wir waren mit Gruppe D die letzten Passagiere für diesen Flug. Ich zeigte meine Boardkarte und nun kam ich dann doch noch zu meiner Extrakontrolle. Meine Mama sollte weiter gehen, blieb aber ein paar Meter entfernt dann einfach stehen. Das war vielleicht blöd. Wir waren wirklich mit die Letzten, die einsteigen mussten und nun die Extrakontrolle. Ich hatte ja nun eine große volle Handtasche dabei und meinen Handgepäckskoffer. Ich durfte dann alles noch eimal auspacken und es wurde gründlich abgetastet. Die Frau war sehr unfreundlich und das einzige Mal, wo sie ein leichtes Lächeln über die Lippen bekam, war als sie meinen Nemo abtastete. Sonst hieß es immer nur: „Aufmachen“, „Auspacken“ oder „Was ist das?“. Naja auch diese Kontrolle ging vorüber und ich durfte dann endlich das Flugzeug besteigen.

Unsere Plätze waren jetzt nicht so toll aber immerhin weit vorn. Außerdem waren weit und breit keine Kinder zu sehen, was ich durchaus zu schätzen weiß, auch wenn ich Kinder sonst sehr gern habe. 😉

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Unser Flug verging wie in Zeitlupe. Es gab keine guten Filme außer „Crazy Stupid Love“ und den kannte ich bereits. Aber irgendetwas musste ich ja machen, also schaute ich ihn mir erneut an. Ich nahm dann mein Flow Ferienbuch und beschäftigte mich damit eine Weile. Immer wieder schaute ich auf die Uhr und dachte an die Zeugnisausgabe. 🙁 Wahrscheinlich kam mir deswegen der Flug so unfassbar lang vor. Das Essen war schlecht und als sonderlich freundlich konnte ich unsere FlugbegleiterInnen auch nicht bezeichnen. Es gab nur einmal Turbulenzen und das war während des Essens. Ich hätte ja wie immer gut darauf verzichten können, aber die Tablette tat ihren Dienst. 🙂

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Nach einem gefühlten endlosen 8h Flug landeteten wir endlich in New York. Jetzt hatte ich zum ersten Mal die Gelegenheit, mich richtig auf unseren Urlaub zu freuen. Wir stürmten natürlich schnell aus dem Flugzeug um kurze Schlangen bei der Immigration zu haben. Glücklicher Weise waren die Automaten aktiviert und wir konnten dadurch super schnell die Immigration hinter uns bringen. Die Fotos von uns am Automaten waren nicht sonderlich hübsch, aber wir hatten ja leider keinen zweiten Versuch. 😀 Das Gespräch mit dem Offizier ging dann ganz zügig und nach 15 Minuten waren wir samt Gepäck holen fertig. 🙂

Wir gingen noch einmal schnell auf Toilette und dann ging es zum Airtrain. Dieser brachte uns bis zur Jamaika Station. Von dort nahmen wir dann die Linie E bis zur Haltestelle Lexington Avenue/53 Street.

Wisst ihr, was ich liebe? Diesen Moment, wenn ich auf diesem Weg das erste Mal die Skyline erblicke. Das verzaubert mich irgendwie immer noch und bringt mich immer zum Strahlen. 😀

An der Lexington Avenue stiegen wir schnell in die Linie 6 bis Grand Central Station. Von dort aus ging es zu Fuß bis zur 39th Steet, wo sich das St Giles Hotel New York The Court befindet.

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Wir erreichten das Hotel um 13.30 Uhr und konnten leider noch nicht einchecken. Das war irgendwie echt Mist, denn es bremste unsere Vorfreude ganz schön aus, weil wir ja jetzt nicht wirklich sofort starten konnten. Wir waren auch viel zu warm für New York gekleidet. Wir gaben also einfach unser Gepäck ab und bahnten uns dann unseren Weg zur Grand Central Station. Vor unserem Hotel hatten wir sofort Sicht auf das Chrysler Building. 😀

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Die Grand Central Station war schnell erreicht und wir stöberten ein wenig im Bahnhof herum. Wir statteten Financier einen Besuch ab und kauften uns Macarons. 😀 Wir waren irgendwie ganz schön geschafft und traten dann schnell den Rückweg an.

Kurz nach 14.00 Uhr waren wir in der Hotellobby und warteten nun auf unser Zimmer, die leider immer noch nicht fertig waren. Glücklicher Weise konnten wir das Wlan schon nutzen und ich schrieb meinen Mädels, wie die Zeugnisausgabe war. Sie teilten mir mit, dass ich es tatsächlich geschafft hatte Klassenbeste zu sein und das machte den Tag gleich noch besser. 😀 Ich war wirklich stolz auf mich, weil mir dieser Abschluss einfach sehr wichtig war und ich einfach das Gefühl hatte, dass es sich jetzt gelohnt hatte die letzten Jahre viel Energie in die Ausbildung zu stecken. 🙂

Um 15.00 Uhr bekamen wir dann endlich unsere Schlüsselkarte und konnten zu unserem King Size Zimmer mit der Nummer 412. Das Zimmer war groß und sauber. Allerdings war ich ein bisschen über die Etage enttäuscht und der Ausblick war nicht sonderlich berauschend. Wir hatten das Fenster zur Straße hin, was man natürlich deutlich bemerkte. Positiv fand ich auch, dass unser Bad sogar ein Fenster hatte. Das hatten wir bis jetzt in keinem New Yorker Hotel. 🙂

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Wir richteten uns ein wenig im Zimmer ein und machten dann eine 30-müntige Pause, um wieder zu Kräften zu kommen. Dann zwangen wir uns nochmal raus zu gehen, obwohl uns so gar nicht danach war. Wir liefen zur 34th Street und wollten shoppen gehen. Aber irgendwie war es heute seltsam. Es war sehr warm, irgendwie unheimlich laut und die Luft war schlecht. Wir hatten ganz schön zu kämpfen und dieses „Yippie-New-York-Gefühl“ kam irgendwie nicht auf. Nicht einmal bei dem wunderschönen Anblick des Empire State Building erreichte es uns. 🙁

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Noch wollten wir aber nicht aufgeben und so ging es in unsere Lieblingsgeschäfte zum Shoppen. Wir waren bei Victoria’s Secret, Old Navy und zum Schluss gaben wir sogar Macys eine erneute Chance. Es waren uns zu viele Leute und alles zu hektisch. Wir kauften nichts! Und wenn wir nichts in unseren Lieblingsgeschäften kaufen, dann stimmt etwas nicht. 🙁 Frustriert und geschafft begaben wir uns zurück zum Hotel. Wir entdeckten noch ein Duane Read und kauften uns schnell etwas Obst und zu Trinken zum Abendessen.

18.00 Uhr erreichten wir das Hotel und gingen schnell duschen. Dann aßen wir noch unser Abendessen in Form von Obst und Macarons.

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Um 18.30 Uhr sind wir völlig übermüdet ins Bett gefalllen.

New York war wie immer, aber es verzauberte uns an diesem Tag leider nicht. 🙁 Rückblickend denke ich, dass es einfach zu viel Stress für uns war und wir bereits völlig übermüdet und geschafft in New York angekommen sind. Dieser Tag war einfach nicht mehr zu retten…

Tag 2 – Samstag, 11.07.2015