Fippies Reisen

Samstag, 25.04.2015

7.30 Uhr klingelte unser Wecker und meine Freund und ich beschlossen gleich noch mindestens 15 Minuten Schlummermodus zu nutzen. 🙄 Wir waren irgendwie noch ziemlich müde, was sicher auch ein wenig an ein paar betrunkenen Amerikanern lag. Denn diese haben in der Nacht lautstark irgendwo draußen gesungen und sich unterhalten. Ja, selbst im Halbschlaf habe ich ihr Gespräch über ihre Heimat registriert und verstanden. 🙂 Außerdem gibt es in Dublin Möwen. Und zwar irgendwie ziemlich viele, denn diese waren auch ständig zu hören.
Zur Verteidigung des Hotels, die Lage war sonst super und absolut ruhig, aber wir schlafen gern mit offenem Fenster und deswegen hörte man eben dann doch alles sehr deutlich. 😉 Die Betten waren aber sehr bequem und die nächste Nacht verlief dann auch ruhiger.

7.45 Uhr war es dann also wirklich Zeit aufzustehen, denn wir waren bereits um 8.30 Uhr verabredet. Jens und Alexandra standen auch pünktlich 8.30 Uhr vor unserem Zimmer, Lothar war fertig, nur ich musste noch die letzten Sachen zusammen suchen. 🙄

Nachdem ich dann alles hatte, ging es zum dem Geschäft von gestern Abend. Sie hatten eine Theke, wo es warme und kalte Speisen gab. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung mehr was die anderen gekauft haben, aber ich kann euch von meinem Reinfall berichten. 😆
Einen Cream Cheese Bagel gab es für 1 €. Lothar hatte sich auch einen bestellt, daran erinnere ich mich sogar noch. So ich war die letzte von uns vieren, die nun noch etwas wollte, die anderen waren bereits beim Bezahlen oder fertig damit.

Ich wollte einen Cream Cheese Bagel mit Salat. Also sagte ich: „A cream cheese bagel with lettuce, please“ Auf was zeigte die Frau? Auf ein Baguette. 😯 Ok ich erkläre mich erneut, dass ich kein Baguette möchte, sondern einen Bagel, aber diesen eben mit Salat. Sie verstand mich nicht oder wollte es nicht. 😕 Nach mehreren Versuchen hatte ich einen neuen Plan. :mrgreen:
Ich beschloss sie erst einmal nur den Bagel in die Hand nehmen zu lassen. Ich wollte immer noch einen Cream Cheese Bagel. Sagte ich auch nochmal. Da wollte sie mir doch nicht ernsthaft Reibekäse darauf streuen?! 😯 Ich wiederholte: „No, with Cream cheese please“ Ok, nun gab es Frischkäse darauf. Dann erneuter Versuch doch noch den Salat zu bekommen und tatsächlich, sie tat Salat drauf. 🙄 Nun hoffte ich, dass sie trotz Salat bitte einfach den Bagel jetzt noch den Backofen schmeißen würde. Sie tat es nicht. 😐 Sie packte mir den Bagel ein, verlangte 2 € mehr für den Salat und ich bezahlte nun also 3 € für einen Bagel, der nicht getoastet war. 😡

Ich war echt frustriert. In Amerika funktionieren meine Essensbestellungen immer und ich fand meine Bestellung jetzt auch nicht so außergewöhnlich, aber es hat einfach nicht funktioniert. Den halben Bagel habe ich auf dem Weg gegessen, die andere Hälfte landete dann im Müll. 🙁 Dafür durfte ich vom getoasteten Bagel meines Freundes immerhin den Rest haben.

Bereits um 8.50 Uhr erreichten wir dann schon unseren Abfahrtspunkt für den heutigen Ausflug. Jens und Alexandra wollte noch schnell in einen Buchladen vom gestrigen Tag gehen und Lothar und ich wollten auf sie am Treffpunkt warten.

Ich ging in die Touristeninfo und fragte noch einmal wegen unseren Onlinegutscheinen nach und bekam diese dann gleich umgetauscht in Tickets. Ein paar Prospekte zum Basteln nahm ich dann auch gleich noch mit. 🙂

Dann erklärte ich Lothar, dass ich jetzt irgendwie doch noch Hunger habe und gerne zu Mc Donalds möchte. Er sagte, „Da sind wir erst dran vorbei gekommen, müsstest du von hier schon sehen“ und ich lief dem entsprechend den Weg Richtung Hotel zurück und er ging in die Info um sich umzuschauen. 🙄 Außerdem sollte er wegen Jens und Alexandra dort warten. Ja, ich lief ein ganzes Stück und das vermeintliche gelbe M, das ich gesehen hatte, war keins.
Ok, hinter dem Schild tauchte aber in 5 Metern Entfernung Subway auf. Auch nicht schlecht, dann hol ich eben Cookies. Das funktionierte dann auch super. 🙂 Ich lief dann zurück und Lothar war doch tatsächlich enttäuscht, dass ich ihm nicht gesagt habe, dass ich was bei Subway holen würde. 😯 Ich erklärte dann, dass ich Mc Donalds schlicht und ergreifend nicht gefunden hatte und das eine Notlösung war. 🙄 Daraufhin zeigte er mir das Mc Donalds, das er gemeint hatte. Es war von unserem Standort nur schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite und „erst dran vorbei gekommen“ bedeutete „gestern dran vorbei gekommen“. 🙄 Sehr schön…damit waren wir jetzt wenigstens beide ein bisschen enttäuscht und nicht nur ich. 😆

Alexandra und Jens kamen pünktlich zurück und hatten im Buchladen auch Bücher finden können, die ihnen gefallen haben bzw. eher Alexandra. 🙂 Nun warteten wir auf den Bus und es fing an zu regnen. Wir waren zwar mit Schirm und Regenjacke ausgerüstet, trotzdem war das für den heutigen Ausflug nicht sonderlich passendes Wetter. Nach Malahide Castle sollte es noch ans Meer gehen. Falls sich jemand erinnert, als wir damals in die Hamptons ans Meer gefahren sind, hat es auch geregnet. Ich glaube, ich sollte das mit den Ausflügen ans Meer bleiben lassen. 😆

Der Bus kam pünktlich und der Auftrag für alle lautete ganz klar: Plätze sichern in der oberen Etage! 😀 Ist erfolgreich von meinen Mitreisenden ausgeführt wurden, denn wir hatten die Sitze ganz vorn ergattern können. 😀 Außerdem gab es vom Busfahrer für jede Sprache ein entsprechendes Prospekt mit Erklärungen zu Malahide Castle.

Ich hatte ja anfangs die Hoffnung, dass je mehr wir aus Dublin rausfahren, desto besser würde das Wetter werden. Tja, Wunschgedanke bleibt eben Wunschgedanke. 😉

Es ist nicht besser geworden und unsere Sitzplätze direkt an der Fensterscheibe wurden zumindest Alexandra und Jens auch irgendwie zum Verhängnis. 🙄 Die Scheibe war einfach oben nicht richtig dicht und das Wasser tropfte immer mehr rein und eine Pfütze bildete sich. Jens stopfte das Loch mit einem Taschentuch. Nach 5 Minuten war es komplett durchgeweicht und fiel nach unten. 😆
Nach dem zweiten Taschentuch gab er dann auf und wir erreichten zum Glück auch Malahide Castle. Die Fahrt dauerte irgendwas zwischen 30 – 45 Minuten.

Unser Busfahrer führte uns durch den Souvenirshop und direkt über das Gelände ins Malahide Castle. Für mich war der Weg bis dahin schon ein Erlebnis für sich. Auch wenn es regnete, war es alles sehr interessant und toll anzusehen. 😀

Drinnen angekommen wurde gefragt, wer kein Englisch versteht. Jens meldete sich auf den Aufruf und bekam einen Audio Guide, um die Tour auf Deutsch erleben zu können. Lothar und Alexandra sprechen und verstehen Englisch ja super und ich war auch durchaus optimistisch alles Notwendige zu verstehen. In der Tat hatten wir dann einen Guide, der sehr gut zu verstehen war und ich habe ihn prima verstanden. 😀

Bevor es nun mit der Tour losgehen sollte, gab es noch 5 Minuten Zeit. Wir nutzten die Gelegenheit um die Toilette aufzusuchen und entdeckten dieses Familienwappen. 🙂

Da die Toiletten eine Gewölbedecke hatten, waren sie uns dann auch ein Foto wert. 😉

Die Fotoaktion hat natürlich dann mehr Zeit in Anspruch genommen als die 5 Minuten und als wir zurückkamen, hatte unser Guide bereits die ersten Dinge erzählt. 🙄 Deswegen gibt es die Fotos von dem Vorraum jetzt kommentarlos.

Anschließend ging es eine Wendeltreppe hinauf, die eindeutig modernisiert wurde.

Nun standen wir wie in einem Treppenhausvorraum. Folgende Bilder sind dort schnell geknipst wurden, weil der Raum nicht unser eigentliches Ziel war. Auf dem Gemälde sieht man ja Kinder. Es ist egal, von wo man das Bild betrachtet, die Kinder werden einen immer direkt anschauen. Die Augen verfolgen einen sozusagen. Sowas fasziniert mich ja total. 😀 Das habe ich später in einem anderen Raum auch noch bei Gemälden getestet, wo ich denselben Eindruck hatte und es funktionierte tatsächlich. Ich kam mir vor wie in Hogwarts. 😀

Nun ging es also in den ersten richtigen Raum. Er wirkte etwas düster durch die dunklen Wände, hatte aber auch zeitgleich etwas total Beindruckendes an sich. Als erstes standen wir vor einem uralten Tisch, von dem ich mir leider die genaue Alterszahl nicht gemerkt habe. 🙄 Aber ich glaub alle Zahlen bewegten sich so maximal bis 500 Jahre alt.

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie gerne ich mich auf solch einen Stuhl gesetzt hätte. Nicht etwa weil sie sonderlich bequem aussahen, sondern weil es mich einfach fasziniert hat in diesem Raum zu sein und ich gerne mal für 2 Minuten so getan hätte, als wäre ich hier daheim. 😀

Unser Guide erzählte nun fleißig über die Geschichte des Schlosses und anfangs bewegte sich niemand im Raum. Alle standen da, lauschten ihm bzw. ihrem Audioguide und ließen den Raum auf sich wirken. Außerdem knarrte der Fußboden leicht und es war schwierig sich unbemerkt woanders hinzubewegen. Irgendwann kam dann aber doch endlich eine Gelegenheit und ich huschte schnell in Richtung Fenster, da ich unbedingt auf die Gartenanlage schauen wollte. 😀

Dann gesellte ich mich brav wieder in die Gruppe, nur irgendwie waren meine persönlichen Mitreisenden schon weiter vorne. 🙄

Im Hintergrund von diesem Bild seht ihr schon eine Wandgestaltung aus Holz. Sie besteht aus 6 Bildern. Am Ende der Führung hatte ich Gelegenheit es noch einmal direkt zu fotografieren und schiebe dieses Bild jetzt schon einmal ein. 🙂

Grund für dieses Bild an dieser Stelle ist das kleine Schlüsselloch. Ich bin immer noch voller Neugier und komme überhaupt nicht darüber weg, was der Guide dazu gesagt hat. Deswegen teile ich es euch jetzt mit. So wie bereits ziemlich vielen Menschen, seit wir aus Irland zurück sind. 😀

So…..Trommelwirbel….die Worte des Guides inhaltlich von mir zusammen gefasst und zum Teil auch wortwörtlich übersetzt, besonders der Anfang: „Wir besitzen keinen Schlüssel für dieses Schlüsselloch. Wir haben es auch noch nie versucht zu öffnen und das seit 350 Jahren. Ja, und da es bis jetzt keiner gemacht hat, wird es wohl heute und morgen auch nicht werden. Vielleicht wird es irgendwann einmal geöffnet.“ 😯 Ich dachte, ich bin im falschen Film???? Wie können die denn das nicht öffnen?! Ist doch total spannend, was dahinter sein könnte! Ich platzte fast vor Neugier und hätte es am liebsten sofort aufgebrochen. 😯
Zumindest äußerte er dann noch eine Vermutung. Früher sind wohl öfters mal Priester versteckt wurden und man vermutet, dass dies eins der Verstecke ist. Allerdings wird es nicht nur einfach ein leerer Raum sein, sondern eher ein Geheimgang dahinter, der einen Ausgang irgendwo anders im Schloss oder den Ländereien hat. Deswegen sind die Mauern wohl auch ca. 2m dick. 😮 Oh man…ich war vielleicht fertig mit den Nerven. Wie können die das denn einfach zu lassen?! 😯 Es gibt doch sicher Möglichkeiten es sanft zu öffnen und das Geheimnis zu lüften. Oder wenigstens mal irgendwie das Gebäude zu scannen, was sich dahinter verbirgt. 🙄
Die Bildgestaltung der Tür selbst mit den 6 Bildern hatten auch alle eine Bedeutung, aber ich gebe zu, dass mir das alles entfallen ist. Für mich lag der Fokus nur noch bei dem Gedanken: „Was ist hinter dieser Tür?“ 😀

Nach seinem Vortrag zu diesem Raum war es dann Zeit diesen zu verlassen und ich überlegte kurz, ob ich Gelegenheit bekommen würde die Tür heimlich alleine zu öffnen. 😆
Leider aussichtslos, also wanderte ich brav mit ins nächste Zimmer. Natürlich in Gedanken immer noch in dem anderen Zimmer. 😉

Ich gebe zu, dass neue Zimmer war durchaus auch beeindruckend und zog mich ebenfalls in seinen Bahn. Es war geschmückt mit allerhand Gemälden und einem tollen Kronleuchter. Besonders die Gestaltung der Decke hatte es mir hier angetan.

Außerdem gab es hier Spiegel. Spiegel in ganz tollen Höhen und damit perfekt für Spiegelfotos. Mein Freund erbarmte sich, auch wenn es ihm sehr unangenehm war, weil unser Guide ja gerade fleißig erzählte. 😀

Zu der Deckengestaltung lässt sich noch etwas erzählen. 🙂 Die Besitzer des Malahide Castles sind wohl auch viel gereist. Sie haben deswegen auch exotische Früchte und Tiere kennengelernt und diese in der Deckengestaltung widerkehren lassen. Um es mit den Worten des Guides zu sagen: Sie haben das gemacht, damit die Besucher fragen, was das ist. Dann konnten die Besitzer stolz erzählen, dass es z.B. eine Ananas ist und gleichzeitig mit ihren Reisen prahlen. 🙂
Es war wohl der Raum, wo vor allem geschäftliche Dinge unter den Männern geklärt wurden und die Frauen durften sich im Nachbarzimmer währenddessen aufhalten.

Kommen wir nun zu einem weiteren Fakt, den ich auch ganz interessant fand. 🙂 Ich glaub, eigentlich fand ich alles ziemlich cool und interessant. 😆 Naja da müsst ihr jetzt durch. 😉

Also die Kronleuchter in den Räumen wurden früher ja mit Kerzen beleuchtet. Diese waren teuer und füllten den Raum ja nicht komplett mit Licht aus. Irgendwann entdeckte man, dass Spiegel ja auch Licht spiegeln und damit den Raum erhellen. Aus diesem Grund wurden die Spiegel immer so weit oben angebracht, um Geld zu sparen und den Raum trotzdem mit ausreichend Licht zu durchfluten. Fand ich schon ein bisschen clever und habe ich vorher noch nicht gewusst. 😀

Außerdem hatte man aus dem Zimmer wieder die Möglichkeit den Garten zu betrachten. 🙂

Ich habe noch ein paar weitere Bilder vom Zimmer, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. 🙂 Außerdem gibt es mal ein Bild von mir beim Fotografieren. 😉

Nun ging es in den nächsten Raum, wo sich wohl die Frauen aufgehalten haben, während die Männer ihre Geschäfte klärten.

Die Gruppe stand nun wieder vorrangig beim Guide und ich entdecke weiter hinten eine Tür, die offen stand. Ich konnte nicht widerstehen und näherte mich langsam und unauffällig. 🙄 Nicht das der Guide nicht super interessante Sachen erzählt hat, nur hat mich eben alles beeindruckt und ich wollte mich dem entsprechend umsehen, ohne unhöflich zu wirken. Also schlich ich nach hinten und was passierte? Altes Gebäude, alter Fußboden, es knarrte laut, als ich endlich die Tür erreichte. 😳 Gut, peinlich…zum Glück haben es nicht so viele bemerkt. Also schnell ein Foto gemacht und dann wollte ich mich wieder zurück zur Gruppe bewegen. 🙄

Ja, super Idee… 🙄 Kaum den ersten Fuß auch nur leicht angehoben, da knarrte es wieder. 😳 Daraufhin blieb ich dann an meiner Stelle stehen und knipste von dort aus Bilder. 🙄

Die Vorhänge sind übrigens wohl schon 500 Jahre alt. Dafür sehen sie doch noch echt gut aus. 😀 Und der Tisch war auch schon ganz paar Jahre alt. 😉

Als der Guide seine Rede beendet hatte, rief ich Alexandra schnell zu mir und wir schafften es beim Verlassen des Raumes noch schnell Fotos von uns in diesem beeindruckenden Raum zu machen. 😀


Das ist ja eins meiner Lieblingsbilder. 😀

Außerdem konnte ich noch mal den leeren Raum fotografieren und ihr könnt jetzt in etwa ahnen, wo ich mich befand, als der Fußboden knarrte. Unser Guide stand übrigens fast die ganze Zeit vor dem Kamin. 😳

Anschließend gingen wir nun wieder zu den Treppen und noch eine Etage höher. Oben befanden sich die Kinder- und Schlafzimmer. Ja, die waren auch sehr hübsch und interessant, haben aber einen weniger prunkvollen Eindruck gemacht. Vielleicht wirkten sie auf mich auch schon zu normal und sie haben mich deswegen nicht ganz so mitgerissen. Außerdem näherte wir uns auch dem Ende der Führung und man merkte, dass der Guide zutun hatte seinen Text noch los zu werden. Hübsch anzusehen und interessant waren die Zimmer auf jeden Fall, auch wenn mir dazu nicht ganz so viel Inhalt in Erinnerung geblieben ist. 😀 Dafür habe ich ja die Fotos. 😉

Die Zimmer waren alle mit einer Art Korridor verbunden. Dort befand sich eine interessante Tafel mit Wappen von Familien, die wohl alle mit in einer Schlacht waren. Klingt jetzt an sich nicht spannend. Ist es auch nicht, wenn da nicht zwei Namen gestanden hätten, die uns vieren allen bekannt vorkamen. 😀

Und schon war es für mich wieder so ein ganz besonderer Moment in diesem Castle. 😀
Danach mussten wir leider die oberen Räume schon wieder verlassen und kamen nur ganz kurz bei einem Bad vorbei. Lothar schaffte es wenigstens noch ein Bild zu knipsen. 🙂

Das nächste Zimmer im Malahide Castle war ein großer Saal, wo früher eifrig gegessen wurde. Hier wurde uns einiges über die damaligen Essensgewohnheiten erzählt und ganz viel über die Schlacht Battle of the Boyne. Ich glaub diese Informationen, kann jeder bei Wikipedia nachlesen und ich spare sie mir hier. 🙄 Außerdem war ich wieder einmal ziemlich beschäftigt in diesem Raum während unser guter Guide erzählte. Ich schlich eine ganze Runde um den Tisch, um zu testen, ob die Leute auf den Gemälden mich auch mit ihren Augen immer anstarren würden. Einige taten es tatsächlich und das war schon ein wenig unheimlich, weil wirklich viele Bilder an den Wänden hingen. 😮

Außerdem gab es ein großes Wappen zu sehen und die Tür zur Bibliothek. Leider konnten wir diese nicht betreten und es gibt nur die Ansicht von der Tür aus. 😐

Dies war nun leider schon der letzte Raum auf unserer Tour und wir gingen zurück durch den allerersten Raum. Hier sah ich noch einmal diese geheime Tür und ich bin mir sicher, dass sie „öffne mich“ gerufen hat. 8) 😆
Leider blieb ja keine Zeit dafür und so verließen wir Malahide Castle wieder. Es regnete leider immer noch, aber wir ließen uns es trotzdem nicht nehmen, noch ein paar Erinnerungsfotos machen. 😀

Danach spazierten wir zurück in die Souvenirshops von Malahide Castle und hatten eine gute halbe Stunde Zeit diese ausgiebig zu erkunden. Und wie das immer so ist, denkt man erst man hat ewig Zeit und kurz vorm Ende der Zeit steht man wieder ewig an der Kasse an. 😀 Hat aber alles noch rechtzeitig geklappt und wir waren sogar fast die ersten, die den Weg zurück zum Bus fanden. Da es ja oben rein regnete, beschlossen wir uns nun unten hinzusetzen und warteten darauf, dass der Bus abfuhr.

Nach und nach stiegen alle Leute wieder ein und der Bus konnte pünktlich abfahren. Unser nächstes Ziel war der Küstenort „Howth“. Die Fahrt war regnerisch und wir haben nicht allzuviel aus den Fenstern gesehen.

Als wir Howth erreichten, regnete es natürlich immer noch und wir hofften jetzt einfach nur ein paar schöne Blicke aufs Meer zu erhaschen. Alexandra und Jens stiegen aus und Lothar bat mich noch kurz sitzen zu bleiben, weil er mir noch was alleine sagen wollte. Aus „sagen“ wurde dann „geben“. 😉 Ich bekam eine Schneekugel von ihm geschenkt, die er im Souvenirshop bei Malahide Castle gekauft hatte. Ich hab mich natürlich riesig gefreut und jedes Mal, wenn ich sie jetzt anschaue, erinnert sie mich an einen ganz besonderen Urlaub. 🙂

Danach stiegen wir mit aus und beschlossen trotz Regen mutig den Weg bis zum Meer anzutreten. Wir liefen den Hafen entlang und es wurde immer kühler und ungemütlicher. 😕 Als wir dann vorn ankamen, wehten uns kleine Schneeflöckchen ins Gesicht. Wie angekündigt waren es nun wirklich nur noch um die 0°C. Wir ließen uns davon jedoch nicht abhalten und genossen den dennoch beeindruckenden Ausblick. Selbstverständlich durften ein paar Fotos nicht fehlen, auch wenn sie durch den starken Wind und Schneeregen natürlich nicht ganz so gelungen sind. 🙄

Nach unserem kleinen Fotoshooting liefen wir wieder zurück zum Bus. Wir hätten noch ca. 20 Minuten Zeit gehabt, wollten jedoch trotz Empfehlung des Busfahrers nirgends mehr essen gehen. Also gingen wir rein und waren alle sehr froh, dass wir hier vor dem Regen geschützt waren. Anschließend fuhr uns der Bus nach Dublin zurück. Für uns war es ein toller Ausflug und gute Gelegenheit um Irland auch ein klein wenig außerhalb von Dublin kennenzulernen. 😀

Da wir alle durchgefroren und ein wenig nass waren, wollten wir nun nur noch zurück zum Hotel. Wir kauften uns auf dem Weg noch etwas zum Mittagessen, was dann jeder in seinem Hotelzimmer verspeiste. Unser Plan sah vor bis 18.00 Uhr eine Erholungspause zu machen und bei Bedarf anzurufen.

Ich wollte vor einem kleinen Nachmittagsschlaf gern noch unseren Online Check-In für den Rückflug tätigen. Ich dachte ja, dass die Geschichte in maximal 15 Minuten erledigt sein würde, sollte aber nicht so sein. 😕 Ryanair hat es mir da leider nicht leicht gemacht und der Check-In übers Handy wurde zur echten Herausforderung. Ich musste mehrfach bei Alexandra und Jens anrufen und Lothar durfte im Hotel klären, ob sie uns die Tickets ausdrucken würden. Hat am Ende auch geklappt, war aber mit 1h Beschäftigung doch sehr zeitintensiv und nervenraubend. :-/

Ein bisschen Zeit zum Ruhen blieb uns noch, bis wir uns dann fertig machen mussten. Da wir die Gardinen zugezogen hatten, ist uns der Wetterumschwung völlig entgangen. Es war inzwischen strahlender Sonnenschein zu sehen und damit herrliches Wetter. 😀 Lothar hatte mir am Telefon gesagt, dass es in Dublin gern mal alle 4 Jahreszeiten an einem Tag gibt und dies bestätigte Dublin heute erfolgreich. 😉

Ich fotografierte noch unsere Einkäufe vom heutigen Tag, bevor wir das Zimmer wieder verließen. 🙂

Lothar und ich waren fertig und gingen rüber um Jens und Alexandra abzuholen. Ich muss mal ganz kurz loben, dass wir insgesamt alle immer ziemlich pünktlich waren und nie lange aufeinander warten mussten. 🙂 Dieses Mal mussten wir halt noch 2 Minuten warten und deswegen wollte ich gern noch ein Foto mit Lothar machen. 🙂 Ich überredete ihn mit dem wunderbaren Satz „Schatz, wir haben doch nicht so viele Bilder von uns beiden.“ 😆 Den Satz kann er glaub ich nicht mehr hören, vor allem da wir an diesem Abend noch ein paar weitere Fotos getätigt haben. 🙄

Anschließend verließen wir zu viert unser Hotel und wollten zu einem Pub, den Lothar von einem irischen Kollegen empfohlen bekommen hatte.

Wir kamen nicht weit und dann überkam uns bereits der Hunger. Also sind wir in ein kleines Geschäft gegangen, aßen 3 € ein Stück Pizza und bekamen ein Getränk dazu. Geschmeckt hat es nicht weltbewegend aber es gibt auch schlimmeres. Sonst hat Dublin uns geschmacklich ja sehr verwöhnt, wie ihr später auch noch sehen werdet. 🙂

Nach dem Essen gingen wir in den Pub. Wir liefen 2 Meter rein und dann wieder heraus. Der Pub war bereits gut gefüllt und es gab nur Plätze im vorderen Bereich, der leider sehr stark noch den Toiletten roch. Das war dann doch ein bisschen unangenehm und wir gingen wieder. Wir schlenderten dann ein Stück durch die Straßen und entdecken einen Pub, der ganz nett aussah und ebenfalls irische Livemusik für den Abend versprach. 😀

Wir gingen hinein und fanden einen Platz für 4 Personen, der in einer kleinen Nische war. Uns gefiel der Platz, weil wir zwar direkt bei der Bar saßen aber trotz der vielen Leute ein bisschen für uns waren. Wir bestellten die erste Runde Getränke und ich hatte nach einem süßlichen Getränk gefragt. Der Kellner sagte mir etwas von irgendeinem Bier, aber ich habe keine Ahnung welches es nun war. Die erste Runde Getränke kam also und der Abend konnte beginnen. 😀

Das Bier schmeckte ganz ok, aber überzeugte mich leider noch nicht um das Getränk für den restlichen Abend zu werden. 🙄 Wie wir so saßen und redeten, kam so ein richtiges Gemütlichkeitsgefühl auf. Es passte irgendwie alles schon ziemlich gut, nur irgendetwas Kleines fehlte zum „Perfekten Moment“. Jens sagte dann etwas und es war klar, dass es das fehlende Puzzleteil war. 😀
Er sagte: „Jetzt fehlen nur noch Karten.“ 😀 Ich stimmte dem sofort zu und Jens ging noch einmal schnell aus dem Pub heraus. In einem naheliegenden Souvenirshop bekam er kurz vor der Schließung um 20.00 Uhr noch schnell ein paar Spielkarten für 2€. 😀

Nun spielten wir fleißig, quatschten, tranken und lachten. Wir genossen einfach die Unbeschwertheit, die uns dieses Wochenende und dieser Abend bescherte. Es war herrlich! 😀

Irgendwann bestellten sich Jens und Lothar noch etwas zu Essen.

Ich kostete bei Lothar und bestellte mir daraufhin auch noch dasselbe Essen. Es war super lecker und preislich mit 8€ auch gar nicht mal so teuer. 😀 Besonders im Vergleich zu meinen folgenden Getränken. Ich bestellte mir noch ein Gläschen Wein für 6,50€, welches leider auch nicht zum Getränk des Abends werden sollte. Danach befragte ich eine Kellnerin und sie wusste glaube ich genau, wonach ich suchte. Ich fragte vorsichtshalber mal nach dem Preis und mit 5€ war es genauso teuer wie ein Bier und damit akzeptabel. West Coast Cooler nannte sich das Getränk und es war genau das, was ich mir vorgestellt hatte. Süß, erfrischend und süffig. 😉

Jens bestellte dann noch ein Guinness und wir kosteten alle einen Schluck. Wir fanden es ehrlich gesagt alle eklig und beschlossen daraufhin unseren geplanten Besuch im Guinness Store House zu canceln. 😆

Nun fing endlich die Livemusik an und wir sangen und klatschten eifrig mit. Irgendwie waren nicht ganz so viele Gäste in Stimmung dafür, aber wir gaben uns die größte Mühe den Sänger fleißig zu unterstützen. 😀

Unsere Stimmung war super und wir genossen jede Sekunde. Und wenn man schon mal in Dublin ist, dann gehört Whiskey trinken auch dazu. 😉 Also bestellten wir uns alle noch einen Jameson Whiskey. Ich nahm den billigsten, die anderen setzten auf Qualität und nahmen den 12 Jahre alten Jameson. 😀

Irgendwann kam ein Lied, wo tatsächlich viele Leute tanzten. Jens forderte Alexandra auf und die Beiden tanzten mit. 😀

Da tanzen nicht so mein Ding ist, blieben Lothar und ich sitzen. 🙄

Nach dem Lied setzten sie sich wieder und unser Kartenspiel ging weiter. Ich saß nun direkt an der Holzwand und auf diesen wunderschönen Abend hin, ließ ich mich zu einer kleinen Missetat hinreißen. 🙄 Ich nutzte meinen Fingernagel und ritzte ganz dezent neben einige andere Eingravierungen unsere Initialen ins Holz. *oops*

Gegen 23.00 Uhr wurde es dann langsam Zeit für uns zu gehen. Wir bekamen die Rechnung und sie fiel entsprechend der Getränkepreise hoch aus. Wir bezahlten zu viert knapp 125€. *roll* Dafür war es aber ein Abend, den wir sicher nie vergessen werden. Wir haben uns so richtig frei gefühlt, haben so viel gelacht und erlebt und das ist wirklich unbezahlbar. 😀

Vor dem Pub machten wir noch schnell Fotos, damit wir wenigstens eine Erinnerung daran haben, wo wir waren. So können wir vielleicht irgendwann mal wieder kommen. 😉

Wir traten den Rückweg an und kamen noch mal bei Burger King vorbei. Wir Mädels gingen auf Toilette, die Männer kauften sich noch etwas zu essen für den Heimweg. 🙂 Danach ging es zurück ins Hotel, wo wir in der Hotellobby noch einmal alle Flyer uns Prospekte durchblätterten. Das Guinness Storehouse war ja nun gestrichen und eine neue Aktivität musste her. Wir entschieden uns dann für das Wachsfigurenkabinett und besprachen noch schnell die Startzeit für morgen früh. 🙂 Dann gingen wir in unsere Zimmer. Als Lothar und ich im Bett lagen, warf ich noch schnell einen Blick auf die Uhr und stellte fest, dass es bereits nach 0.00 Uhr war. Also gratulierte ich ihm noch zum Geburtstag und dann schliefen wir ein. 😀

Tag 3 – Sonntag, 26.04.2015